Ab 1. Februar 2019 besteht die Fahrbeschränkung für Automatenfahrzeuge nicht mehr. Sie dürfen die praktische Führerprüfung mit einem Auto mit Handschaltun, mit automatischer Schaltung oder mit Elektroantrieb absolvieren. Es wird keine Fahrbeschränkung im Führerausweis eingetragen und Sie dürfen auch handgeschaltete Fahrzeuge fahren. 

Ab 1. Februar 2019 ist der Führerausweis B/E nur noch erforderlich, wenn das Gesamtzuggewicht der Kombination 3500 kg übersteigt. Bis zu einem Gesamtzuggewicht von 3500 kg dürfen Sie also ab sofort mit dem Ausweis der Kat. B auch Anhänger über 750 kg fahren. Achten Sie aber auf die zulässige Anhängelast Ihres Fahrzeugs.

Durch den Wegfall der Bestimmung, wonach das Gesamtgewicht des Anhängers das Leergewicht des Zugfahrzeugs nicht übersteigen darf, fallen gewisse Prüfungskombinationen für die Kategorie B/E nicht mehr unter die Ausweispflicht und gelten somit nicht mehr als Prüfungsfahrzeuge. Inhaberinnen und Inhaber eines Lernfahrausweises der Kategorie B/E, der vor dem 1. Februar 2019 ausgestellt wurde, dürfen die praktische Führerprüfung der Kategorie B/E auch mit einer Fahrzeugkombination nach bisherigem Recht absolvieren

Neue Vorschriften Fahrzeugkombination für die praktische Führerprüfung Kat. B/E: Prüfungsfahrzeug der Kat. B und einem Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mindestens 1000 kg und einem Gesamtzuggewicht gemäss Fahrzeugausweis von mehr als 3500 kg. Der Anhänger muss aus einem geschlossenen Körper bestehen, der mindestens so breit und hoch ist wie das Zugfahrzeug. Der geschlossene Körper kann geringfügig weniger breit sein. Der Anhänger muss mit einem Betriebsgewicht von mindestens 800 kg verwendet werden.

Ab 1. Januar 2021 dürfen 17-Jährige Auto fahren. Die praktische Führerprüfung darf weiterhin erst nach Erreichen des 18. Altersjahres absolviert werden. 

Ab 1. Januar 2021 muss nach absolvierter Führerprüfung nur noch 1 Weiterbildungstag  absolviert werden (jetzt 2 Tage). Sie haben dafür 1 Jahr Zeit. 

Ab 1. Januar 2021 dürfen 15-Jährige 50 ccm Zweiräder fahren und ab 16 Jahren sind Zweiräder mit 125 ccm erlaubt.

Ab 1. Januar 2021 ist der Direkteinstieg auf Motorräder mit unbeschränkter Leistung nicht mehr möglich. Alle Motorrad-NeulenkerInnen müssen zuerst 2 Jahre Fahrpraxis auf Motorrädern bis 35 kW absolviert haben, bevor sie auf Motorräder mit unbeschränkter Leistung umsteigen dürfen. Der Kategorien-Aufstieg verlangt eine weitere praktische Führerprüfung. Den Motorrad-Grundkurs (12 Lektionen) müssen Sie allerdings nur 1 Mal absolvieren. Der Kurs ist neu unbeschränkt lange gültig.

Hinweis: Wenn Sie also über 25 Jahre alt sind und direkt ein Motorrad mit unbeschränkter Leistung fahren möchten, müssen Sie die praktische Prüfung bis Ende 2020 absolviert haben.

Ab 2021 müssen alle NeulenkerInnen von Motorrädern über 125 ccm zuerst 2 Jahre Motorräder mit beschränkter Motorleistung (35kW) fahren (Zeit wird ab bestandener praktischer Prüfung gerechnet; ohne grobe Verkehrsregelverletzung). Nach diesen 2 Jahren Fahrpraxis müssen Sie einen weiteren Lernfahrausweis bestellen und eine weitere praktische Prüfung ablegen.

Umgehen Sie diese Neuregelung, indem Sie in diesem Jahr oder 2020 die praktische Prüfung mit einem Motorrad mit unbeschränkter Motorleistung absolvieren und bestehen. Ich stelle Ihnen gerne mein aktuelles, mit ABS ausgerüstetes Fahrschulmotorrad für die Kurse und die praktische Führerprüfung zur Verfügung.

Ab 1. Januar 2021 müssen auch 50 ccm und 125 ccm Roller- und MotorradfahrschülerInnen den Motorrad-Grundkurs mit 12 Lektionen besuchen (jetzt 8 Lektionen). Weiterhin gilt, dass AutofahrerInnen (Kat. B) welche 125er-Roller (Kat. A1) fahren möchten, KEINE praktische Fahrprüfung absolvieren müssen. Der Motorrad-Grundkurs muss bei einem Aufstieg auf Motorräder der Kat. A nicht mehr absolviert werden. Der Kurs ist neu unbeschränkt lange gültig.

Ausser dem Wegfall des Automateneintrags im Führerausweis bleibt also bis Ende 2020 "alles beim Alten". Wenn Sie aber über 25 Jahre alt sind und Motorräder mit unbeschränkter Leistung fahren möchten, sollten Sie dies in den nächsten 2 Jahren angehen. 

Haben Sie weitere Fragen zu Ihrer Roller- oder Motorradausbildung der Kat. A1, Kat. A2 oder Kat. A. Melden Sie sich einfach per E-Mail bei mir - ich helfe Ihnen gerne weiter.